Meine Reise

Ein Abend auf dem Boden

Ich möchte dich mitnehmen an einen Punkt in meinem Leben, an dem mir sehr deutlich geworden ist, warum ich tue, was ich tue.

Das war vor etwa zehn Jahren. Ich war Mitte dreißig.

Von außen hatte ich alles: einen tollen Mann, zwei wunderbare kleine Kinder, das Studium abgeschlossen, ein eigenes Haus. Ein Leben, das nach Plan aussah.

Aber ich war überlastet. Unzufrieden. Innerlich dauerhaft angespannt — und gleichzeitig konnte ich nicht wirklich greifen, woran es lag.

Mein Körper hat mir das längst gezeigt. Chronische Rückenschmerzen, Reizdarm, viele Allergien und Unverträglichkeiten, Arthrose vierten Grades in den Knien, Lipödem. Er sprach eine sehr klare Sprache. Ich habe sie damals nicht verstanden.

Was ich stattdessen gemacht habe: Ich habe die Gründe im Außen gesucht. In meiner Beziehung, in den Umständen, in den Rollen, in denen ich mich nicht zu Hause fühlte. Ich habe Menschen die Schuld gegeben, die mir helfen wollten. Habe die von mir gestoßen, die mich bedingungslos liebten. Habe meine noch sehr kleinen Kinder angebrüllt, meinen Mann von mir gestoßen.

Und in dieser Zeit war ein Gedanke mein häufiger Begleiter: Wenn ich nicht mehr bin, wird es für alle anderen leichter.

Ich hatte nie vor, mir aktiv etwas anzutun. Aber der Gedanke, morgens einfach nicht mehr aufzuwachen, hatte einen großen Reiz für mich in dieser Zeit.

Auf das, was ich damals gesagt und getan habe, bin ich bis heute nicht besonders stolz. Aber es ist Teil meiner Geschichte.

Und dann gab es diesen Abend.

Es war mein Geburtstag. Ich hatte mich Wochen vorher von meinem Mann getrennt. Wir waren zurück von meinen Eltern, mein Mann war da, gute Freunde von uns auch.

Ich erinnere mich noch sehr genau daran — auch wenn ich nicht mehr weiß, wie alt ich geworden bin.

Ich habe nachts auf dem Boden unseres Esszimmers gelegen und bin einfach zusammengebrochen. Habe dort gelegen und geweint. Nicht nur geweint.

Ich habe mir wortwörtlich die Seele aus dem Leib geheult. Es hat mich geschüttelt und ich konnte nicht mehr aufhören.

Alles war so hoffnungslos. Ich fühlte mich gefangen in meinem Leben, wie in einem Käfig. Alles trübe, grau und schwer.

Und genau in diesem Moment habe ich etwas gespürt: So wie es gerade ist, kann es nicht weitergehen.

Mein Mann machte mir in dieser Nacht das größte Geschenk überhaupt. Er sagte: „Du bist krank, Dany. Deshalb gehe ich jetzt nicht. Aber wenn du gesund wirst, und dann immer noch willst, dass ich gehe, dann packe ich meine Koffer."

Kleiner Spoiler: Er ist immer noch da. Seit fast 23 Jahren an meiner Seite.

Der Wendepunkt — und was ich trotzdem lange nicht verstanden habe

Ich habe angefangen hinzuschauen. Nicht alles auf einmal. Aber ich habe begonnen, Dinge zu verändern, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen, meinen Kram aus dem Keller zu holen und zu sortieren.

Vieles wurde besser. Die Überforderung wurde weniger. Ich wurde ruhiger, geerdeter. Fand wieder Schönheit im Leben, erst ganz klein, dann immer größer. Meine größte Krise wurde mein stärkster Motor.

Und gleichzeitig gab es etwas, das ich lange nicht verstanden habe.

Denn trotz all dieser Veränderungen war ich innerlich immer noch im Kampf. Ich habe gegen Gefühle gearbeitet, die ich nicht haben wollte. Anteile in mir weggedrückt, die ich unangenehm fand. Versucht, mich in den Griff zu bekommen, statt mich wirklich zu verstehen.

Und wenn ich heute darauf zurückblicke, sehe ich sehr klar: Ich habe mich immer noch gegen mich entschieden. Nur auf eine andere Art. In genau diesen kleinen Momenten — wenn etwas in mir da war und ich es nicht sehen wollte. Wenn ein Gefühl hochkam und ich es sofort weggeschoben habe.

Das hat mein Körper mir spüren lassen. Zu allem, was eh schon da war, wurden die Knie so schlimm, dass ich kaum noch laufen konnte. Endometriose kam dazu. Chronische Schmerzen im ganzen Körper, 24/7.

Und irgendwann — Jahre nach meinem Zusammenbruch, nach der x-ten OP — wurde mir etwas klar:

Es geht nicht nur darum, etwas im Außen zu verändern. Und auch nicht darum, ständig an sich zu arbeiten.

Sondern darum, wie ich in diesen Momenten mit mir selbst umgehe. Wie ich mit mir in Verbindung bleibe. Wie ich bei mir bleibe — auch wenn alles in mir darauf trainiert ist, wegzulaufen.

Ab diesem Punkt hat sich so viel verändert. Mein Körper wurde ruhiger. Meine Symptome besserten sich. Es ist noch nicht alles okay — das wäre gelogen. Aber ich habe schmerzfreie Tage, manchmal Wochen. Alles ist in Heilung, und das spüre ich sehr deutlich.

Und heute noch — wenn ich mich selbst übergehe, nicht auf meinen Körper höre — zeigt er mir sehr schnell, wo der Hammer hängt. Mein Körper ist mein ehrlichster Spiegel.

Vielleicht ist deiner das auch.

Meine Haltung

Ich glaube nicht daran, dass Menschen kaputt sind. Ich glaube daran, dass Symptome — körperlich und seelisch — eine Sprache haben.

Heilung bedeutet für mich nicht, dass alles verschwindet. Sondern dass Vertrauen zurückkehrt. Vertrauen in dich. In deinen Körper. In deine innere Wahrheit.

Meine Arbeit ist kein Antreiber-Programm. Sie ist eine Einladung — wieder zu spüren, sich selbst ernst zu nehmen, und dem eigenen Körper nicht länger als Gegner zu begegnen, sondern als Verbündeten.

Denn für mich beginnt Heilung dort, wo du dich gesehen, gehalten und ernst genommen fühlst.

SoulRoot – Rückverbindung auf allen Ebenen

SoulRoot ist aus genau diesem Weg entstanden.

Aus der Erfahrung, dass nachhaltige Veränderung nicht im Kopf beginnt,
sondern im Kontakt – mit dem eigenen Körper, den eigenen Gefühlen, der eigenen Wahrheit.

In meinen Erfahrungsräumen, Coachings und Gruppenprogrammen schaffe ich Räume, in denen:

  • Nervensysteme sich regulieren dürfen

  • alte Muster sanft sichtbar werden

  • neue innere Erfahrungen möglich sind

Nicht perfekt.
Nicht linear.
Aber echt.

Ausbildung & fachlicher Hintergrund

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und begleite Menschen seit vielen Jahren in belastenden Lebensphasen.

In meine Arbeit fließen ein:

  • Heilpraktikerin für Psychotherapie
  • Integrative Psychotherapie
  • Weiterbildung in EMDR — eine wissenschaftlich fundierte Methode zur Traumaverarbeitung
  • Zertifizierter LifeTrust Coach bei Veit Lindau
  • Weiterbildungen in Achtsamkeit und Resilienz
  • Eigene intensive Auseinandersetzung mit der Verbindung von Nervensystem, chronischen Schmerzen und emotionalen Mustern
  • Und meine eigene Geschichte als Frau, die diesen Weg selbst gegangen ist

Heute verbinde ich therapeutische Tiefe mit Coaching und Erfahrungsräumen — für Frauen, die nicht nur verstehen, sondern verkörpern wollen, wie Rückverbindung sich anfühlt.

Verbinde dich wieder mit dir –

in meinem SoulRoot Newsletter

Impulse, Gedanken und sanfte Einladungen für Frauen, die spüren, dass ihr Körper mehr ist als ein Symptom – und dass es Zeit ist, aus dem Funktionsmodus in echte Verbindung mit sich selbst zurückzukehren.

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